Ich bin zurück. Ich habe ein bisschen Zeit gebraucht, um mich zu sammeln. Ich hatte nicht das Gefühl, euch etwas mitteilen zu können. Weder etwas Schönes, noch etwas Hilfreiches, nicht mal was Trauriges. Es war vielleicht auch einfach zu viel.

Ich habe jetzt drei Geschwister. Ich habe die Entscheidung getroffen, meinen derzeitigen, für mich sehr sicheren Beruf, hinter mir zulassen. Meine Endometriose Medikamente haben mich in eine längere depressive Phase befördert und sind der Grund für meine immer hart bekämpfte Akne. Da hänge ich derzeit ganz schön drin und kratze unglaublich viel. Trotz allem, stehen die Anfänge meiner Masterarbeit, ich habe unterschrieben, eine Wohnung in meinem geliebten Füssen zu kaufen und meine neues Geschwisterchen ist unglaublich niedlich. Und auch wenn Corona im Moment das Schreckensthema ist, so gibt es mir die Möglichkeit viel Zeit mit meinem Mann zu verbringen.

Mir schmeckt im Moment kaum was, ich bin sehr gereizt und das Leben könnte ich genauso gut lassen. Aber ich sage mir, dass ich das nicht bin, dass es die Medikamente sind. Ich habe leider immer noch keine Therapie, aber das sieht in der momentane Situation eh schlecht aus. Ich schaffe es kaum Kontakt zu meinen Freunden zu halten, weil es mich sehr ermdet und ich nicht weiß, was ich ihnen schreiben soll. Ich kann mir nichts mehr anhören, keine Nachrichten, keine guten Ratschläge, keine Zukunftspläne.

Aber ich bin noch da, ich bin draußen, atme und höre dem Wind in den Bäumen zu. Mal abgesehen, dass persönliche Kontakte eh vermieden werden soll, bin ich im socialising derzeit eh recht mies. Aber die Natur, die Bäume draußen, die hören zu, die haben kein Corona und bedienen alle meine Sinne und Bedürfnisse. Ich darf sie anfassen, traurig sein. Ich kann alles sein da draußen, krank vor allem, depressiv, gereizt, still.

We can’t touch people, but trees.

8 Kommentare zu „Let nature become your social contact

  1. Hey,

    dein Text hat mich sehr berührt. Ich habe gerade auch eine intensivere Beziehung zu Natur – allein die Zimmerpflanzen, aber auch die Tauben oder auch Ameisen faszinieren mich gerade noch mehr als sonst. Habe vor einigen Tagen einen Biber beobachtet der ganz entspannt im Fluss neben mir herschwamm (als ich auf dem Rad, der Biber im Wasser 😉

    Und was die letzten Sätze betrifft:

    Du kannst alles sein da innen, gesund vor allem, fröhlich, gelassen, still.
    Die Zeit wird kommen. Du bist auf dem richtigen Weg.

    Ganz liebe Grüße,
    Anna

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  2. Oh ja die Zimmerpflanzen, mit denen unterhalte ich mich sich gerne 😀 bin dazu übergangen ihnen Namen zu geben! Ich freue mich immer solche Kommentare zu lesen, ich hatte schon Angst, dass ich euch verloren habe als Leser, weil ich so selten schreibe 🙈

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  3. Hier ist die Lage auf jeden Fall stabil. Noch. Ich nehme es nicht als selbstverständlich an und bin deshalb umso dankbarer dafür. 🙂

    Alles Liebe nochmal! VVN

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