Mir geht es gut, in den letzten Tagen, bin ich im Durschschnitt ein wenig über der Nulllinie. Das liegt zum einen daran, dass ich bei meiner besten Freundin bin und mal wirklich über alles reden kann, ganz offen, ganz unverblümt. Es ist schön, nicht so zu tun zu müssen, als wäre alles super, als hätte ich nicht jeden Tag Magen-Darm-Probleme, Ängste, Sorgen und Zweifel. Es ist befreiend, den Weltschmerz, den ich gelegentlich verspüre (siehe vorherigen Beitrag) einfach mal rauszulassen und sich darüber ganz emotional auszutauschen.

Zum anderen darf ich diese Woche beobachten, wie es ihrer süßen Hündin ein wenig besser geht. Sie ist sehr krank und bevor ich gekommen bin, klang für mich alles sehr düster und hoffnungsvoll. Ich habe mir sehr große Sorgen um beide gemacht, da ich weiß, wie sehr es meine Freundin mitnimmt, wie sehr sie diesen Hund liebt. Und diese Woche können wir etwas größere Morgenrunden mit ihr machen und vielleicht liegt es daran, dass der Oskar sie eunfach mitreißt mit seiner Lebensfreude und/oder auch daran, dass die Medikamente und die strenge Behandlung endlich Erfolge zeigen. Gestern Abend hat sie sich sogar freiwillig an den Oskar gekuschelt und weder ich, noch meine Freundin hätten jemals gedacht, dass sie von sich aus die Nähe zu ihm sucht. Sie findet ihn die meiste Zeit nämlich ziemlich schräg 😀

Ich fühle mich wohl hier bei den beiden Mädels, weil ich nicht komisch angeguckt werden, wenn ich meine Kalorienaufnahme dokumentiere, mich nicht für meine Blähungen schämen muss und wir zusammen gerne viel Sport machen und ausgefallene vergane Rezepte probieren. Ich muss mich nicht rechtfertigen, wenn ich am Morgen etwas muffelig bin und sowieso lange schlafe, weil ich einfach so erschöpft bin. Ich muss keinen hohen Erwartungen entsprechen, nerve nicht, oder falle zur Last. Ich kann so aufgedreht, emotional, quasselig und anhänglich sein, wie ich möchte und ich weiß, das trotzdem alles gut ist.

Hier darf ich alle meine Krankheiten haben und darf mich ihnen entsprechend verhalten. Ich erhalte trotzdem die Liebe zweier Hunde und der besten Frau der Welt.

Mit O-Dog, Holly-Maus und Optimel Prime kann ich meine Nase für mehr als einen Tag mal über die Nulllinie strecken. Danke an euch!

2 Kommentare zu „Über der Nulllinie

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