Zweifelsonntag

Ja oder nein, essen oder hungern, nichts tun oder Sport machen, Hausarbeit oder Fernsehen, früh oder spät ins Bett, weinen oder zusammenreißen…

Klinikaufenthalt oder weiterhin nur ambulante Therapie…

Heute kann ich gefühlt nichts außer mich ständig um meine Gedanken zu drehen und regungslos mit Oskar auf dem Sofa zu liegen. Ja, es geht mir so mies heute, dass ich darüber nachdenken, einen Klinikaufenthalt in Betracht zu ziehen, vollstationär. Aber natürlich ist das ein schrecklicher Gedanken für mich. Einerseits, weil ich mir mit diesem Weg eingestehen muss, dass es wirklich nicht mehr geht, es noch lange nicht bergauf geht und einmal die Woche einfach nicht reicht. Andererseits denke ich an Oskar und an meinen Mann, Unterstützung und Liebe, die gefühlt wegfallen würde.

Ich zweifel an mir, an meinem Weg und an meinen Entscheidungen. Ich zweifel daran, dass die Antidepressiva helfen beziehungsweise genug sind. Daran, dass meine bisherigen Entscheidungen gut und richtig waren. Ich habe Zweifel daran, gesund zu werden. Und dabei weiß ich, dass es Hoffnung gibt.

Aber heute gibt es nur Zweifel.

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