Alltagswahnsinn

Drei anstrengende aber mit Zuneigung und Liebe vollgepackte Wochen liegen hinter mir, und die letzten drei Tage war ich wenigstens schon mal in meiner Wohnung in den Bergen, um mich seelisch auf die kommende Woche vorzubereiten. Ich habe heute ein wenig mit in meinem ortsansässigen Tierheim mitgearbeitet und auch das hat mir noch ein wenig mehr Kraft gegeben.

Ja, ich muss wieder an die Uni, einerseits weil meine Medikamente bald leer sind und ich ins Sanitätszentrum muss, andererseits weil ich etwas Organisatorisches klären muss, dass mir sehr am Herzen liegt. Seit ich eine fachärztliche Bescheinigung habe, dass ein Hund meiner Genesung helfen könnte. Bin ich am Anträge schreiben und hin und her rennen. Morgen muss ich ein sehr wichtiges Gespräch in dieser Sache mit meinem höchsten Vorgesetzten führen und ich habe panische Angst, dass er meinen Plan nach vielen kleinen Erfolgen doch noch vereitelt. In meinem Kopf schwirren schon wieder ein Haufen Sorgen rum, von was wenn er neun sagt, was sage ich dann bis zu was sage ich überhaupt und wird er erkennen, dass mir ein Tier gut tun wird. Dazu habe ich mir irgendwie auch noch in den Kopf gesetzt möglicherweise auch anzusprechen, wie schlecht ich die psychologische Versorgung an meiner Universität und die Informationverbreitung der Bundeswehr zu psychischen Krankheiten finde. Seit einer Woche habe ich Schwierigkeiten damit, mich dafür oder dagegen zu entscheiden. Ich bin kein Mensch der für gewöhnlich in der ersten Reihe steht, weil ich mir so etwas nicht zutrauen, aber das ist für mich, nicht nur aus persönlichen Gründen, eine wichtige Angelegenheit.

Eine wirklich tolle Sache, die auch nächste Woche auf mich wartet, sind meine Freunde, die ich jetzt seit drei Wochen nicht gesehen habe und daran halte ich fest. Neben all den Sorgen, die ich schon wieder habe, weil ich im Zug zur Uni sitze, brauche ich etwas positives. Ich weiß, dass sie da sein werden, wenn das Gespräch nicht gut läuft und ich weiß, dass sie sich mit mir freuen werden, wenn es doch gut laufen sollte. In meinem Alltag kann ich mich immer auf sie verlassen. Auch wenn ich Ängste habe, dass ich ihnen mal zu viel bin.

Gerade ist mir zwar eher nach Weinen, wenn ich an morgen denke, aber bevor mich der Alltagswahnsinn volle Breitseite schon am Tag davor erwischt, schaue ich nach draußen und entdecke einen wunderschön klaren Regenbogen nach dem anderen.

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