Freunde, die wie Gärten sind

Der heutige Beitrag ist ein kleiner „Lobgesang“ an meine Freundinnen. Die Menschen in meinem Leben, die ihr Handy nachts auf laut stellen, damit sie für mich erreichbar sind, wenn ich wieder Suizidgedanken habe. Die Menschen, die sofort zur Stelle sind, wenn ich einen Nervenzusammenbruch habe. Dann an meinem Bett sitzen und mir gut zureden. Die, die mir eine Tasse Tee anbieten, ihr offenes Ohr, ihre Zeit. Die Menschen, die mit mir Laufen gehen, wenn ich den Kopf frei bekommen muss, obwohl sie schon beim Sport waren. Oft kommen sie mir vor wie ein Garten, in dem mich auf eine Bank setzen oder mich in eine Wildwiese legen kann, um einfach auszuspannen. Ein Garten, der für alle was zu bieten hat. Mit Kräutern, Obst und Gemüse, Bäumen und Blumen. Vielfältig und wunderschön. Jede hat etwas zu geben und verlangt nichts im Gegenzug. Da ist die eine Freundin, die mit mir losfährt, damit wir einen Haufen Chicken Nuggets essen können. Einfach, weil ich einen schlechten Tag hatte. Oder die andere, die mir sagt, ich soll mich niemals wieder dafür entschuldigen, ihr meine Meinung gesagt zu haben. Dafür wären wir eh schon viel zu lange befreundet. Danke, dass ich bei euch, ich selbst sein kann. Mir das Kindermenü im Kino holen kann, weil es dazu gerade eine Dumbotasse gibt. Danke, dass ich mir mit euch eine Waffel mit so viel Zeig vollpacken kann, ohne mich dafür zu schäme. Allgemein essen kann, was ich will und wie schnell ich es will 😀 Bei euch kann ich weinen, wütend sein, peinliche Dinge tun und mich bei allem wohlfühlen. Ich muss nichts beweisen, mich nicht besonders erwachsen geben oder besonders schlaue Dinge sagen. Ich darf laut und leise sein. Ich darf auch einfach nur existieren bei jeder von ihnen. Und jede ist so einzigartig und seltsam auf ihre eigene Art und Weise, aber alle sind sie liebevoll, humorvoll und intelligent. Nehmen manchmal gar nicht wahr, wie wichtig sie sind. Wie sehr ich mit ihnen Zeit verbringen mag, einfach weil sie sie selbst sind. Ich habe das Gefühl jeden Aufstieg, der noch so schwer erscheint, zu schaffen, solange sie mich begleiten.

Ihr seid wie Pflanzen, wie Bäume, Gärten und Wälder: Der Grund, warum ich atmen kann.

Freunde sind Gärten, in denen man sich ausruhen kann. Antoine de Saint-Exupéry

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